Exzenter bohren ohne Bohrlehre

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Um den Korpus eines Möbelstückes so zusammenzufügen, dass er problemlos wieder demontiert werden kann, werden Exzenterverbinder verwendet.

Die richtige Positionierung kann durch eine Bohrlehre erfolgen. Wer auf dieses Hilfsmittel nicht zurückgreifen kann oder möchte, dem bietet sich hier im Anschluss ein kurzer Exkurs zum Thema:


„Exzenterverbinder bohren ohne Bohrlehre“

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Werkzeugliste:

  • Doppelstreichmaß
  • Zollstock & Bleistift
  • Vorstecher
  • Schraubzwingen
  • Forstnerbohrer mit Tiefenanschlag
  • Bohrmaschine
und
  • Restholz in gleicher Stärke wie das Werkstück
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Schritt 1 – Bohrung anreißen

Dies erfolgt am besten mit einem Doppel-Streichmaß. Hierzu wird dieses auf die Mitte der Bohrung eingestellt sowie auf den Abstand zur Vorder- oder Rückkante. In unserem Beispiel sind dies 9,5 mm und 37 mm.

Ohne Streichmaß werden die o.g. Maße mit Zollstock und Bleistift angezeichnet.

Der Vorteil eines Streichmaßes ist das einmalige Einstellen der beiden Maße. Das Anreißen der jeweiligen Bohrloch-Position geht im Anschluss zügiger von der Hand, als das Anreißen mit dem Zollstock. Es muss nicht jede Position neu gemessen werden, sondern nur das Streichmaß angelegt werden.

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Schritt 2 – Schnittpunkt mit Vorstecher ankörnen

An an die Kante des Korpusteils wird ein Stück Restholz angelegt und beide Bretter/Hölzer gut festgezwingt.

Das Restholz sorgt hier dafür, dass das Bohrloch exakt gebohrt werden kann. Es handelt sich um ein sogenanntes offenes/angeschnittenes Bohrloch. Damit der Forstnerbohrer nun an allen Seiten „gut Holz“ fassen kann, wird das Restholz fest an die Kante angezwingt. Das Restholz verhindert außerdem ein Verlaufen des Bohrers.

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Schritt 3 – Bohrtiefe begrenzen

Die sicherste Methode die Bohrtiefe zu begrenzen, erfolgt durch einen Tiefenanschlag für Forstnerbohrer.

Ist dieser nicht zur Hand, kann alternativ die Bohrtiefe mit Klebeband am Bohrerschaft markiert werden oder aber ein Holzstück auf den Bohrerschaft geschoben werden und dieses als Tiefenanschlag genutzt werden.

Bohrer in die Bohrmaschine einspannen, dann auf das vorgekörnte Loch setzen und bohren bis der Tiefenanschlag das Werkstück berührt. Durch den kugelgelagerten Tiefenanschlag werden Kratzer auf dem Werkstück vermieden.

In unserem Beispiel beträgt die Bohrtiefe 14 mm – somit wird der Tiefenanschlag auf diese Bohrtiefe eingestellt und mit einem Inbus festgezogen.

Fertig ist das angeschnittene Loch.

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Schritt 4 – Exzenter einsetzen

Sobald die Späne entfernt und das Stück Restholz entfernt worden sind, kann der Exzenter auf das Bohrloch gesetzt und vorsichtig mit dem passenden Einschlagwerkzeug oder einem Gummihammer bündig eingeschlagen werden.

Geschafft!

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