Kompostmiete selbstgebaut

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Im Kompost rockt das Leben! Die Bewohner verwandeln ihre Umgebung binnen kurzer Zeit. Sie verarbeiten unsere Pflanzenreste und Beikräuter in wertvollen Humus, der wiederum unseren werdenden Pflanzen als Nahrung dient.

Pflanzenabfälle sammeln sich schnell an. Um das nicht alles auf einem losen Haufen zu schichten, bietet sich der Bau einer Kompostmiete an.

Belüftung ist wichtig

In einer Kompostmiete ist für ausreichend Belüftung zu sorgen. Schließlich wollen wir keine Silage oder Bokashi herstellen, sondern Kompost. Und unsere Bewohner brauchen Sauerstoff.

Ein schnell zerlegbarer Kompostbehälter

Transportabel sollte die Kompostmiete ebenfalls sein. Zieht der Garten um oder nur der Kompostbehälter in eine andere Ecke des Gartens, will sich schließlich niemand mit einem sperrigen Ungetüm herumplagen. Sogar auf Schrauben und Leim haben wir vollständig verzichtet.

Die Pfosten sind dank Zinkenverbindungen mit acht Leisten verbunden, was für die Stabilität sorgt. Die Einfassungsbretter sind nur lose eingelegt und können jederzeit an jeder beliebigen Stelle entnommen werden. Das erleichtert das Befüllen mit neuem Pflanzenmaterial sowie die Entnahme des fertigen Komposts.

V-Nutverbindung (Gratnut) macht Schrauben überflüssig

Die Idee, als Verbindung für das Grundgerüst eine V-Nut mittels Gratfräser in die Pfosten zu fräsen, kam während des Baus. Schrauben wären wenig optimal gewesen und hätten das Auf- und Abbauen des Behälters erschwert. An den Enden der Verbindungsleisten sind sogenannte Schwalbenschwänze angefräst. Ihre Herstellung setzt jedoch eine Tischfräse oder zumindest einen Frästisch voraus.

Selbstverständlich lässt sich diese Verbindungsart auch klassisch mit Stemmweisen und Feinsäge herstellen. Mit ein wenig Übung klappt das ganz gut.

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Schräger Einschub für die Einfassungs-Bretter

Damit die Einfassungs-Bretter jederzeit entnommen werden können, werden sie nur lose in die Pfosten eingelegt. Hierfür wurden schräge Nuten (in der Breite der Brettstärke – in unserem Fall 20 mm) an den Pfosten angebracht. Um das Ganze nicht in eine Sisyphusaufgabe ausarten zu lassen, haben wir zwei Schablonen angefertigt; eine für die Fräsung von rechts und eine von links. Eine genaue Zeichnung für die Schablone ist noch in Arbeit.

Eine grobe Skizze sowie eine Material-Liste finden Sie hier als PDF. Darauf ist zu erkennen, wie der Grundaufbau des Behälters funktioniert, und an welcher Stelle welche Fräsungen vorzunehmen sind.

Jede Seite eines Pfostens hat sieben schräge Fräsungen. Die Einfassungsbretter werden letztlich von schräg oben in das Gerüst eingeschoben.

Einzelner Kompostbehälter oder erweiterbare Lösung – Sie haben die Wahl

Wird es ein einzelner Kompostbehälter, so benötigt jeder Pfosten nur an zwei Seiten Fräsungen. Soll er erweiterbar sein, sind an drei Seiten Fräsungen nötig.

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Einfach geradeaus...

Auf folgender Skizze sind die Anordnungen der Pfosten und Verbindungen für eine gerade Aneinanderreihung zu sehen.

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... oder lieber um die Ecke?

Aber Ihrer Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Lassen Sie die Behälter doch einfach nach Lust und Laune durch den Garten mäandern.

Nehmen Sie die Fräsungen an drei Seiten vor, haben Sie immer die Option, die vorhandene Kompostmiete um eine weitere Zelle zu erweitern. Dann kommt es nur noch darauf an, wie der Pfosten gedreht wird. Ist ein bisschen wie puzzeln.

... übrigens

Achten Sie beim Aufstellen der Pfosten darauf, dass die Öffnung der Fräsungen nach oben zeigen – sonst fallen die Einfassungsbretter nämlich raus. Wir haben's getestet ;-)

Nun aber los – Ihre Regenwürmer brauchen ein Zuhause

Sollten wir Sie inspiriert haben, wünschen wir Ihnen viel Erfolg! Bei Fragen stehen wir Ihnen via Kontaktformular gern zur Verfügung. Sehr gern können Sie uns auch Bilder Ihre Version der Kompostmiete schicken. Viel Spaß!

Pfosten mit Fräsungen

Kompost wird befüllt

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